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Esoterik, UFO, Aberglaube
und andere Hirngespinste!
In den letzten Jahrzehnten
haben sich die Esoterik und ähnliche Richtungen zu einer richtigen Mode
entwickelt, in Massen treten “Möchte-gern-Wissenschaftler” mit viel schriftlichem Unsinn auf den Büchermarkt. Was ist die Ursache für ihre Beliebtheit und
woher kommt die Leichtgläubigkeit der Leute?
Gotthold Ephraim Lessing
benutzte den Begriff „Esoteriker“ in seinem Buch „Hamburgische Dramaturgie“
im Zusammenhang mit Leuten, die in die inneren Geschehnisse des Theaterlebens
eingeweiht waren. Esoteriker = Eingeweihte!
In einer Stadt, wie New
York, in der es 1000 Regeln (Gesetze, Hausregeln, Regeln im Lift oder im Büro
u.s.w.) gibt, versuchen die Leute eine Reihe dieser geschriebenen und
ungeschriebenen Regeln zu umgehen, weil das Leben sonst zur Qual wird und
diese Vorschriften sich häufig mitunter widersprechen.
In südlicheren, ländlicheren
Teilen der USA, wo ein Einsiedlerhof vom anderen oft kilometerweit entfernt
liegt, schaffen sich Leute noch zusätzlich Regeln (vor allem moralischer
Art), obgleich dafür offensichtlich keine Nötigkeit besteht, da man dort über
zu viel Platz verfügt, um sich gegenseitig auf die Füße zu treten. Die
Ursache dafür steckt in einem Mangel an Richtlinien.
Nun gibt es auch einen
Mystizismus-Mangel. Der heutige Mensch lebt in einem Zeitalter, in dem vom
ihm erwartet wird, immer logisch zu denken und für alles eine Erklärung zu
suchen.
Nicht nur der Arbeitsplatz,
das Krankenhaus oder die Schule sind von Wissenschaft und Technik überflutet.
So schafft sich der Mensch in seiner Privatsphäre eine ihm eigene mystische
Welt: Seine Vorfahren kamen vom Planeten Sirius, seine Seele war im vorigen
Leben in einem anderen Körper, um nur einige dieser Hirngespinste zu nennen.
Man könnte sich natürlich
jetzt die Frage stellen, warum der Mensch sich dann nicht mit Kunst
beschäftigt, wenn er schon ein Bedürfnis für seelische Dinge hat.
Die Erklärung dafür ist
wahrscheinlich gar nicht so kompliziert. Um zum Beispiel in der Musik eine
Befriedigung dieser Art zu finden, sollte man idealer Weise lernen, ein Musikinstrument
zu spielen, und dies dauert Jahre, bis sich ein genießbarer Erfolg einstellt.
Das gleiche gilt für Malerei. Um sich tatsächlich ein besseres Bild über
diese Kunst zu machen, sollte man selbst zum Pinsel oder zu mindestens zum
Stift greifen.
Der Mensch ist aber
grundsätzlich Orgasmus- oder Hormonausschuss-süchtig. Er lehnt sich gerne
zurück und wartet, dass ihm dieses Gefühl von anderen oder durch andere ohne
größere Eigeninitiative vermittelt wird, und dazu ist dieses Halb-Wissen der
Esoterik sehr geeignet.
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Rainer: überarbeitete Versionen
Thursday, 15 September 2016
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